Infogram Grafik Auswahl

Daten visualisieren mit Infogram: Einfacher geht’s nicht

Infogram bietet eine große Menge an Grafiktypen, die sich kinderleicht erstellen lassen. Und gut sieht es auch noch aus. So macht Datenvisualisierung Spaß.

Tech Crunch nutzt es, The Verge nutzt es, die Süddeutsche nutzt es. Und ich habe es für meinen Pegida-Faktencheck auch verwendet: das lettische Datenvisualisierungs-Tool Infogram. Software für die Datenvisusalisierung gibt es jede Menge, aber nur wenige Programme sind so leicht zu bedienen und sehen noch dazu so gut aus wie Infogram.

Infogram bietet eine reichhaltige Auswahl an Grafiktypen
Infogram bietet eine reichhaltige Auswahl an Grafiktypen

Unter www.infogr.am kann man sich kostenlos einen Account anlegen und gleich loslegen. Es gibt die Möglichkeit, aus acht verschiedenen Designs bzw. Themes auszuwählen. Hat man eines gewählt, gibt es als nächste Option eine breite Palette von insgesamt 14 Diagrammtypen: Balken, Säulen, Kuchen, Linie, Fläche, Scatter, Bubbles etc. Mit Wordclouds und Treemaps lassen sich Wörter anhand eines Wertes unterschiedlich groß anzeigen, ähnlich wie die Tagcloud in Blogs.

Seine Daten lädt man entweder als Excel (.xls, .xlsx, .csv) hoch oder verknüpft sie mit einem Google Spreadsheet oder einem JSON-Feed. Allerdings sollte die Datenbasis sauber sein, Änderungen kann man in Infogram kaum vornehmen. Immerhin kann man mit einem Klick auf das Icon links oben die Daten transponieren, d.h. Zeilen und Spalten vertauschen. Das ist vor allem bei Liniendiagrammen praktisch, die einen zeitlichen Verlauf darstellen: Hier stehen die Jahre normalerweise in den Zeilen, für ein Liniendiagramm müssen sie aber in den Spalten stehen.

Praktisch ist, dass man mehrere Diagramme untereinander erstellen kann. Im Endeffekt hat man dann einen großen Container, der aus mehreren Diagrammen besteht. Auch Karten lassen sich hier einbinden. Allerdings gibt es fürs Kartieren komfortablere und flexiblere Tools wie z.B. CartoDB. Für eine schnelle Heatmap reicht aber auch Infogram. Dessen eigentliche Stärke liegt aber in den schicken und wirklich einfach zu erstellenden interaktiven Infografiken.

Pro-Account mit mehr Komfort für 18 Dollar im Monat

Wenn man den gleichen Diagrammtyp nochmal braucht, lässt er sich mit einem Klick auf das entsprechende Icon einfach duplizieren.
Weitere Module, die man „dranpappen“ kann: Text, Bilder und Videos. Wenn man will, kann man Infogram also als CMS zum multimedialen Storytelling hernehmen. Mit einem Doppelklick kann man das Diagramm jederzeit editieren.
Ebenfalls an Bord sind eine Menge Share-Möglichkeiten, man kann auswählen, welches Netzwerk standardmäßig links unten angezeigt werden soll.

Die Bedienoberfläche ist extrem übersichtlich und aufgeräumt, fast schon minimalistisch. Mit wenigen Mausklicks lassen sich unter „Settings“ Breite, Höhe und Farbe des Diagramms anpassen. Ist die Infografik-Geschichte fertig, kann man sie per Code auf seiner Seite einbetten. Voilà:

Wer die Grafik runterladen will, braucht einen Pro-Account. Der bietet außerdem noch:

  • Echtzeit-Vernetzung mit Dokumenten: Daten aktualisieren sich in Infogram automatisch, wenn sie in der Datenquelle verändert werden bzw. dort einfließen (JSON)
  • privates Teilen
  • Teamarbeit
  • detaillierte Karten für 200 Länder
  • Icons für Infografiken

Der Pro-Account kostet 18 Dollar im Monat, für einen White Label-Account, bei dem man die Infogram-Logos durch eigene ersetzen kann, werden 50 Dollar monatlich fällig. Für Bildungseinrichtungen gibt es Rabatte um die 50 Prozent.
Zum Ausprobieren reicht aber in jedem Fall die Basisversion, mit der man schnell zu ansehnlichen Ergebnissen kommt.

Infogram wurde im Februar 2012 in Riga von den drei Letten Uldis Leiterts, Raimonds Kaze and Alise Semjonova gegründet. Finanzspritzen gab es von den Venture-Kapital-Gebern Hack Fwd (Hamburg), Point Nine Capital (Berlin), Connect Ventures (London). Doch das Risikokapital scheint sich gelohnt zu haben: Inzwischen wurden weltweit mehrere 100.000 Infografiken mit dem Tool erstellt und durch die Pro- und Whitelabel-Accounts kommt jetzt auch Geld in die Kasse.

 

Dieser Post erschien zuerst bei Torial.

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