Vernetzte neue Welt…

…10 Thesen zur Zukunft der Qualitätsmedien – so lautete der Titel meines Vortrages, den ich am 18. Juni beim Symposium „(Wie) Verändert sich Qualität?“ vom Institut für Rundfunktechnik und der ARD.ZDF-Medienakademie gehalten habe. Im Anschluss gab’s eine Diskussion, bei der ich überwiegend Zustimmung erntete – nur der Vorschlag, Redaktionskonferenzen öffentlich zu machen (habe ich im Rahmen von These 8 erwähnt), stieß bei den Kollegen des Bayerischen Rundfunk auf Skepsis. Wie seht ihr das, wie steht ihr zu den anderen Thesen?

Journalistenschüler covern #nr13

Am meisten lernt man beim Ausprobieren. Diese Devise befolgen Journalistenschulen schon länger, in den vergangenen Monaten aber auch öffentlich sichtbarer als sonst. Vom Bundesparteitag der Piraten 2012 berichteten Schüler der Henri-Nannen-Schule für sueddeutsche.de, bei der re:publica 13 waren es die Schüler der Deutschen Journalistenschule, die zu jedem der drei Veranstaltungsstage einen E-Book-Reader erschrieben und nun war die Jahreskonferenz 2013 des Netzwerks Recherche das Übungsfeld. Schüler der DJS, Stipendiatinnen der JONA (Journalistische Nachwuchsförderung) der Konrad-Adenauer-Stiftung und des Studienstipendienprogramm „Medienvielfalt, anders“ der Heinrich Böll-Stiftung, Journalistik-Studenten der Katholischen Universität Eichstätt, Journalismus-Studenten aus Bremen, Leipzig und Dortmund, Studenten des Studiengangs Journalistik und Kommunikationswissenschaft an der Uni Hamburg sowie Volontären/innen der dpa, der Axel-Springer-Akademie und der Evangelischen Journalistenschule Berlin haben sich zusammengetan, um die #nr13 zu covern.

Der Nestbeschmutzer zur #nr13
Der Nestbeschmutzer zur #nr13

Zum einen mit einem Blog, der über einen Gutteil der knapp 100 Veranstaltungen berichtet, zum anderen in der Konferenzzeitung „Netzbeschmutzer“. Ein guter Service für die Konferenz-Teilnehmer: Eine Entscheidung für ein Podium ist leider immer auch eine Entscheidung gegen die bis zu sieben parallel laufenden Veranstaltungen. Und auch die Journalismus-Interessierten, die daheim bleiben mussten, werden diese Form der Dokumentation sicher schätzen. Insofern: vielen Dank an die Zukunftshoffnungen unseres Berufsstandes.

P.S.: Wer ganz viel Zeit hat, dem seien die Videos der Isarrunde empfohlen, die im größten Saal K 1 ihre Kamera aufgebaut hatte.

Aufschrei über das Aus für Google Reader

Am 13. März hat Google bekannt gegeben, zum 1. Juli seinen RSS-Reader einzustellen. Im Netz hat das einen großen Aufschrei gegeben, es überwiegt das Unverständnis, viele sehen aber auch eine Chance für Innovationen. Es gibt viele Tipps mit Alternativen.

http://storify.com/berndoswald/aufschrei-ubers-aus-fur-den-google-reader

Neu in der gelben Reihe: Special-Interest-Journalismus

Neues von der „Gelben Reihe“: Markus Kaiser und neun Kollegen stellen den Special-Interest-Journalimus vor. Vor allem für Berufseinsteiger ein guter Überblick in einer Zeit, in der sich der Journalismus immer stärker ausdifferenziert.

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Fernseh-Senioren brauchen Internet-Erklärbären

Digital Natives machen sich gerne über „Twitter-Tussis“ und „Internet-Vorleser“ im Fernsehen lustig. Weil der durchschnittliche Zuschauer im Öffentlich-Rechtlichen aber 60 ist, werden die Erklärbären noch eine Weile auf Sendung sein.

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Journalistenausbilder fordern einheitliche Standards

„Von eierlegenden Wollmilchsäuen und turboschnellen Fastfood-Journalisten. Wie steht es um die Qualität der journalistischen Ausbildung?“, lautete ein Panel auf den Münchner Medientagen. Sechs Journalistenausbilder fordern eine Vereinheitlichung der Journalistenausbildung. Eine Zusammenfassung der Diskussion via Storify. Journalistenausbilder fordern einheitliche Standards weiterlesen

Crowdsourcing-Report gewinnt den Neuen Buchpreis 2012

Crowdsourcing-Report 2012
Crowdsourcing-Report 2012

In eigener Sache: „Der Crowdsourcing-Report 2012: Neue digitale Arbeitswelten“, zu dem ich das Kapitel „Crowdsourcing im Journalismus“ beigetragen habe, ist mit dem Neuen Buchpreis 2012 in der Kategorie Wissenschaft ausgezeichnet worden.

Der Neue Buchpreis würdigt die besten Self-Publishing-Autoren und wird u.a. verliehen von Der Tagesspiegel, ZEIT ONLINE, Stiftung Lesen und epubli. Die Preisverleihung findet auf der Frankfurter Buchmesse am 10.10.2012 um 18:00 Uhr statt.

Die Begründung der Jury:

Crowdsourcing, das gemeinsame Lösen von Problemen und Aufgaben, ist nicht nur dank Wikipedia eines der ganz großen Themen der Netzwelt. Auch in der Entstehung ihres Reports haben die Macher auf die Richtigkeit ihrer Inhalte vertraut und das Buch kollaborativ mit der Crowd geschrieben, mittels innovativer Konzepte finanziert und flexibel im Self-Publishing veröffentlicht.

Der Crowdsourcing Report ist sehr gut gemacht, informiert zu einem aktuellen Thema und ist klarer Favorit. Sie machen das, worüber sie schreiben – 360°. Es hat einfach alles gepasst.

 

Herzlichen Glückwunsch an die Herausgeber Claudia Pelzer (CrowdsourcingBlog, DCV e.V.), Jörg Eisfeld-Reschke und Karsten Wenzlaff (beide ikosom)!

Wie Journalisten zu guten Webnavigatoren werden

Journalisten werden immer stärker als professionelle Selektionsinstanz der Informationsmenge im Internet gefragt sind. Es bildet sich die Rolle des Kuratoren heraus, der die wichtigsten Quellen zu einem Thema aufspürt, überprüft und in einen Zusammenhang stellt. Inzwischen gibt es dazu auch einige Tools, die hier vorgestellt werden.